Trauerbegleitung und Trauerbewältigung
Trauer ist eine der tiefsten menschlichen Erfahrungen, die wir im Leben machen können. Wenn ein geliebter Mensch geht, verändert sich vieles. Der Alltag, die eigenen Gefühle und oft auch der Blick auf das Leben können sich völlig neu anfühlen.
In dieser besonderen Zeit begleite ich dich in einem vertraulichen 1 zu 1 Setting mit viel Achtsamkeit, Verständnis und einem offenen Herzen.
Trauer braucht ihren eigenen Raum und ihren eigenen Rhythmus. Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg zu trauern. Jeder Mensch trauert anders und jeder Verlust erzählt seine eigene Geschichte.
Manchmal zeigt sich Trauer durch Tränen, manchmal durch Wut, Leere, Angst, Hilflosigkeit oder das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. All diese Gefühle dürfen da sein und brauchen einen geschützten Raum.
Meine Begleitung schenkt dir einen Ort, an dem du über deinen Verlust sprechen, Erinnerungen teilen und alles ausdrücken darfst, was dich bewegt. Gemeinsam schauen wir, was dich in deinem ganz persönlichen Trauerprozess unterstützen kann.
Ein wichtiger Bestandteil meiner Trauerbegleitung ist die Arbeit mit Ritualen. Rituale können helfen, dem Verlust einen bewussten Platz zu geben, Abschied zu gestalten und die Verbindung zu einem geliebten Menschen auf eine neue Weise weiterleben zu lassen.
Dabei können ganz individuelle Rituale entstehen, die zu dir und deiner Geschichte passen. Das kann ein Abschiedsritual, ein Erinnerungsritual, eine Meditation, eine symbolische Handlung, eine Körperübung oder ein Moment der bewussten Verbindung sein.
In der Trauerarbeit wird häufig das Modell der fünf Phasen der Trauer nach Elisabeth Kübler Ross beschrieben. Dieses Modell kann eine Orientierung sein, auch wenn Trauer niemals nach einem festen Ablauf verläuft.
Die fünf Phasen der Trauer
1. Nicht wahrhaben wollen
Der Verlust kann sich zunächst unwirklich anfühlen. Es braucht Zeit, zu begreifen, was geschehen ist und die neue Realität anzunehmen.
2. Wut und intensive Gefühle
Trauer kann viele verschiedene Gefühle mit sich bringen. Wut, Verzweiflung, Angst, Schuldgefühle oder Hilflosigkeit können Teil des Prozesses sein.
3. Verhandeln
Gedanken wie „Was wäre gewesen, wenn …?“ oder der Wunsch, etwas rückgängig machen zu können, können auftauchen.
4. Traurigkeit und Auseinandersetzung mit dem Verlust
Die Realität des Verlustes wird bewusster. Eine tiefe Traurigkeit kann entstehen und gleichzeitig die Suche nach einem neuen Umgang mit dem veränderten Leben.
5. Annehmen und Neuorientierung
Annehmen bedeutet nicht, zu vergessen oder den Verlust gutzuheißen. Es bedeutet, einen neuen Platz für die Erinnerung zu finden und Schritt für Schritt wieder Orientierung im eigenen Leben zu entwickeln.
Trauer verläuft nicht linear. Gefühle können sich verändern, wiederkehren oder ganz anders zeigen. Jeder Mensch findet seinen eigenen Weg durch diese besondere Zeit.
In meiner Begleitung verbinde ich meine Erfahrungen aus der Körperarbeit, achtsamer Gesprächsbegleitung und persönlichen Entwicklung. Dabei darf auch der Körper mit einbezogen werden, denn Trauer zeigt sich nicht nur in unseren Gedanken und Gefühlen, sondern kann auch körperlich spürbar sein.
Mein Wunsch ist es, dir einen sicheren und wertschätzenden Raum zu schenken, in dem du nicht funktionieren musst, sondern einfach mit allem sein darfst, was gerade in dir lebendig ist.
Meine ehrenamtliche Arbeit im Hospiz und Trauerbereich
Neben meiner selbstständigen Arbeit engagiere ich mich ehrenamtlich bei den Berliner Maltesern im Hospiz und Trauerbereich.
Diese Aufgabe ist für mich eine sehr wertvolle und berührende Erfahrung. Die Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase sowie die Unterstützung von Angehörigen im Trauerprozess zeigen mir immer wieder, wie wichtig Zuhören, Mitgefühl und menschliche Nähe sind.
Die Begegnungen mit Menschen und ihren ganz persönlichen Geschichten haben mich tief berührt und bereichern auch meine eigene Art der Begleitung.
Falls du dich ebenfalls für eine ehrenamtliche Tätigkeit im Hospiz oder Trauerbereich interessierst, kannst du dich gerne bei den Berliner Maltesern erkundigen, ob aktuell ein ehrenamtlicher Platz frei ist.